besinnungs-los

Ljósmynd: Delphine & Thibault, www.omch.ch

Rasend auf geteerten Straßen
reißen Uhren uns entzwei
lassen uns den Tag durchrasen
fort vom Leben wie ein Schrei.

Hetzend, keuchend wie Maschinen
ducken wir uns jeder Macht
abends hinter den Gardinen
werden Träume umgebracht.

Müssen dieses, jenes haben
finden nie bei Neidern Ruh
sehen nicht die schwarzen Raben
schließen uns die Augen zu.

Schemen taumeln durch den Nebel
lallen blindlings ihren Wahn
lutschen gierig ihre Knebel
nichts begriffen, schon getan.

Jagend schieben sich die Zeilen
schwärzend auf ein Stück Papier
sollen kurz bei dir verweilen
zwischen Hast und Lebensgier.

Sehnen sich doch meine Hände
voller Sehnsucht nach den deinen
hören sich bis an ihr Ende
lauthals lachend lautlos weinen.

Meiner Lebensgefährtin in Dankbarkeit gewidmet, anläßlich unseres gemeinsamen 25. Hochzeitstages

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