{"id":878,"date":"2016-05-15T10:56:40","date_gmt":"2016-05-15T08:56:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.algorithmics.is\/wordpress\/?p=878"},"modified":"2016-06-07T16:20:35","modified_gmt":"2016-06-07T14:20:35","slug":"am-schwarzen-raucher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.algorithmics.is\/wordpress\/de\/2016\/05\/15\/am-schwarzen-raucher\/","title":{"rendered":"Am Schwarzen Raucher"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/troll-imadeWEB-1.gif\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"26\" data-permalink=\"https:\/\/www.algorithmics.is\/wordpress\/de\/2015\/08\/17\/die-baeckersfrau\/troll-imadeweb-1\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/troll-imadeWEB-1.gif?fit=258%2C203&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"258,203\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"troll-imadeWEB-1\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/troll-imadeWEB-1.gif?fit=258%2C203&amp;ssl=1\" class=\"alignleft wp-image-26\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/troll-imadeWEB-1.gif?resize=80%2C63\" alt=\"troll-imadeWEB-1\" width=\"80\" height=\"63\" \/><\/a>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Ist die Annahme Unsinn, dass sich Lebendes von Lebendem ern\u00e4hre?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Es stellte sich die Frage, was Lebendes sei, und was nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Sagen wir, die F\u00e4higkeit, sich selbst zu erhalten und zu reproduzieren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Demnach Bakterien, Archaeen,\u00a0Pilze,\u00a0Pflanzen, Tiere\u00a0und\u00a0Menschen. Womit wir bei anorganischer und organischer Chemie angelangt \u2026\u201c\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>\u2026 und im weiteren Verlauf bei <em>Individuen<\/em>, denen allen gemein ist, dass sie voneinander unterscheidbaren <em>Wesen<\/em> angeh\u00f6ren, zu jedem <em>Wesen<\/em> mehr als ein <em>Individuum<\/em> existiert, allesamt das <em>Verm\u00f6gen<\/em> aufweisen, sich reproduzieren zu k\u00f6nnen, wobei mit <em>Reproduktion<\/em> das Wesen gemeint, und nicht das Individuum.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Falls du unter <em>Wesen<\/em> nichts anderes als <em>Gattung<\/em> verstehst. Wobei anzumerken w\u00e4re, dass das konkrete Individuum etwas ist, und sein Wesen etwas anderes.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Wir beide sitzen im Augenblick vor dem Geburtskanal alles Lebendigen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Da ist nur das Meer, und nichts weiter.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_879\" aria-describedby=\"caption-attachment-879\" style=\"width: 177px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"879\" data-permalink=\"https:\/\/www.algorithmics.is\/wordpress\/de\/2016\/05\/15\/am-schwarzen-raucher\/unbenannt-28\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?fit=1864%2C3152&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1864,3152\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Unbenannt-28\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?fit=474%2C801&amp;ssl=1\" class=\"wp-image-879 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28-177x300.jpg?resize=177%2C300\" alt=\"Unbenannt-28\" width=\"177\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?resize=177%2C300&amp;ssl=1 177w, https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?resize=606%2C1024&amp;ssl=1 606w, https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?w=1864&amp;ssl=1 1864w, https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?w=948&amp;ssl=1 948w, https:\/\/i0.wp.com\/www.algorithmics.is\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Unbenannt-28.jpg?w=1422&amp;ssl=1 1422w\" sizes=\"auto, (max-width: 177px) 100vw, 177px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-879\" class=\"wp-caption-text\">Wei\u00dfer Raucher<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Du vergisst, dass du hier am Rand einer tektonischen Platte sitzt, vor dir der Mittelatlantische R\u00fccken liegt, und dort unten Schwarze Raucher zugange sind.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Demnach beim Verursacher einer <em>Wirklichkeit<\/em> dergestalt, in welcher das konkrete Individuum etwas ist, und sein Wesen etwas anderes.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: <\/em>Es also sinnvoll w\u00e4re zu sagen, dass zwei Absichten vorliegen m\u00fcssten, und dass in beiden Absichten entweder zwei verschiedene <em>Verm\u00f6gen<\/em> erfasst sind, wobei jede der beiden f\u00fcr sich zu erfassen w\u00e4re, oder aber mit einem einzigen Verm\u00f6gen, dann jedoch in zwei verschiedenen <em>Zust\u00e4nden<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Nun wirst du kryptisch. Was ist <em>Absicht<\/em>? Was hat dies alles mit der F\u00e4higkeit der Menschen zu tun, ihre Gedanken auf etwas richten zu k\u00f6nnen?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Ich kann mich nicht erinnern, von <em>Menschen<\/em> gesprochen zu haben. Dein Problem ist, dass du bei dem Wort <em>Absicht<\/em> annimmst, \u00fcber den Bezeichner w\u00e4re die F\u00e4higkeit des Menschen bezeichnet, seine Gedanken auf etwas richten zu k\u00f6nnen, und daraus schlie\u00dft, es m\u00fcsse sich demnach um <em>Vorhaben, Vorsatz, Plan<\/em> oder <em>Beweggrund<\/em> handeln.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Nun, das Wort <em>Absicht<\/em> benennt, dass <em>nach etwas gestrebt <\/em>werde, das <em>Gerichtetsein auf etwas<\/em>, demnach <em>Vorhaben, Vorsatz, Plan<\/em> oder <em>Beweggrund.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Du \u00fcbersiehst, dass es genauere W\u00f6rter als <em>intendere<\/em> geben k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Als da w\u00e4ren?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Wie w\u00e4re es mit <em>tilgangur<\/em>, im Sinne von <em>Zweck<\/em>? Denn wenn ich <em>Absicht<\/em> sage, meine ich keineswegs <em>\u00e1setningur<\/em> im Sinne von <em>Beschluss<\/em>, <em>Vorsatz<\/em> und <em>Vorhaben<\/em>, auch nicht <em>\u00e1form<\/em> im Sinne von <em>Plan<\/em>, <em>Beweggrund<\/em> und <em>Motiv<\/em>.\u201c<\/p>\n<p><em>Tilvera: \u201e<\/em>Nun wirst du aber pingelig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Wie du willst. Es kann aber durchaus sein, dass es triftige Gr\u00fcnde daf\u00fcr gebe, diese sechs W\u00f6rter nicht in einen Topf werfen zu wollen, und dann solange umzur\u00fchren, bis daraus ein Brei entstehe, der dann als <em>intendere <\/em>aufgetischt. Wie dem auch sei, ich meine <em>Absicht<\/em> ausschlie\u00dflich im Sinne von <em>Zweck<\/em>, und nicht dar\u00fcber hinaus. Und wenn ich <em>Zweck<\/em> sage, dann nicht im Sinne von <em>finis<\/em>, da dies ja wieder der <em>Beweggrund<\/em> f\u00fcr eine <em>zielgerichtete T\u00e4tigkeit.<\/em> Mehr im Sinne von <em>markmi\u00f0<\/em>, also vom <em>Gebrauch<\/em> oder <em>Verwendungszweck<\/em> her betrachtet, und nicht von <em>augnami<\/em><em>\u00f0<\/em> her, was eine <em>Zielvorgabe<\/em> bezeichne.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Nun gut, einigen wir uns darauf, dass immer dann, wenn du <em>Absicht<\/em> sagst, du nur <em>Zweck<\/em> im Sinne von <em>Gebrauch<\/em> und <em>Verwendungszweck<\/em> meinst, und nichts dar\u00fcber hinausgehendes. Und weiter?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Bekanntlich lassen sich ja Prozesse in zwei Richtungen betrachten. Die eine verfolgt die Richtung vom Beschluss her bis zum Erreichen des beabsichtigten Ziels, thematisiert daher diese Form der Bewegung, die andere verfolgt die Richtung vom Ergebnis ausgehend zur\u00fcck zu dessen Ausgangspunkt. Die Frage ist, zu welchen Erkenntnissen kommen beide, und im Falle, diese w\u00e4ren nicht identisch, widerspr\u00e4chen sich vielleicht sogar, welche w\u00e4re dann die richtige, und welche die falsche?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Und von welchem Ergebnis sprichst du?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Von dem, das sich uns beiden zeigt, dem <em>Gebrauch<\/em> und <em>Verwendungszweck<\/em>. Ist es nicht so, dass es die unterschiedlichsten Wesen gibt?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Begn\u00fcgte ich mich damit, <em>Form<\/em> mit <em>Inhalt <\/em>gleichzusetzen, beginge ich dann nicht den logischen Fehler, von <em>\u00c4hnlichkeit<\/em> auf <em>Gleichheit<\/em> zu schlie\u00dfen, diese irrt\u00fcmlich anzunehmen, und bei vorhandenen Abweichungen diese einzufordern?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Und verh\u00e4lt es sich nicht so, dass sich reproduzierende Wesen von reproduzierenden Wesen ern\u00e4hren, und ohne reproduzierende Wesen, die als Ern\u00e4hrung dienen w\u00fcrden, es das reproduzierende Wesen, das sich durch diese ern\u00e4hre, gar nicht geben k\u00f6nnte, niemals gegeben h\u00e4tte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Die Produzenten einmal davon ausgenommen<em>. <\/em>Es war davon zu lesen, dass Wasser allein auf Dauer nicht gen\u00fcge.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Einmal davon ausgehend, das Biotop dort unten im Meer, am Schwarzen Raucher, ist der Ursprung des Lebenden, es gebe uns nicht, und auch sonst nichts Lebendes. Nur dieses Biotop dort unten im Meer am Schwarzen Raucher. Wovon w\u00e4re dann auszugehen, damit jenes, was nun ist, auf jenes zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann, was dort beginnt?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Dass sich irgendwann einmal die Bakterien wohl sich nicht mehr damit begn\u00fcgt haben, organische Verbindungen aus anorganischen Stoffen aufzubauen, dazu nicht mehr die Oxidation von Schwefelwasserstoff nutzen wollten oder konnten, sich zu voneinander unterscheidbaren Wesen entwickelt haben m\u00fcssen, in der Art, dass vom Produzenten ausgehend das eine Wesen das andere \u00fcber Nahrungsnetze ern\u00e4hre?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Dazu m\u00fcssten sie sich aber erst soweit zueinander unterschieden haben, dass das eine Wesen das andere ern\u00e4hren k\u00f6nne, und dies genau auf eine solche Art und Weise, dass dabei keine L\u00fccken auftreten, denn eine L\u00fccke \u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>\u2026 h\u00e4tte dazu gef\u00fchrt, dass ein Wesen keine Nahrung gefunden h\u00e4tte, oder ein Wesen nicht als Nahrung f\u00fcr irgendein Wesen tauglich war.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Im ersten Fall h\u00e4tten die Voraussetzungen gefehlt, dass dieses Wesen \u00fcberhaupt entstehe, im zweiten Fall w\u00e4re es nur ein Schmarotzer. Alle anderen w\u00e4ren aber einer negativen R\u00fcckkoppelung unterworfen. Denn es wird von einer Regel erz\u00e4hlt, der zufolge ein \u00dcberangebot an Nahrung zu einer gr\u00f6\u00dferen Population f\u00fchre.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Was wiederum einen gr\u00f6\u00dferen Bedarf an verf\u00fcgbarer Nahrung nach sich ziehe. Dies setze sich dann solange fort, bis mit der Zeit immer weniger Nahrung zur Verf\u00fcgung stehe, da von immer mehr verzehrt, wor\u00fcber\u00a0ein Punkt erreicht werde, wo die Dauer, noch Nahrung zu finden, gr\u00f6\u00dfer ist als die Dauer, die einer ohne Nahrung \u00fcberlebe.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Was die Entwicklung der Nahrungssuchenden umkehre, da deren Zahl nun nicht mehr steige, sondern sich reduziere.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Was der Nahrung wiederum die Gelegenheit gebe, sich so weit zu erholen, dass deren Population wieder zunehme. Denn es ist davon auszugehen, dass der letzte Nahrungssuchende verendet\u00a0bevor er die letzte noch vorhandene Nahrung findet.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Womit zwar nur das Ergebnis beschrieben, das aus diesem Biotop dort unten im Verlauf der Zeit entstehen wird, gesetzt den Fall, es gebe weder dich noch mich, noch sonst irgendetwas Lebendes. Womit aber auch die Absicht beschrieben, im Sinne von <em>markmi\u00f0<\/em>, dem Gebrauch und Verwendungszweck, denn das Ende ist bereits in den Anfang gesteckt. Nicht aber gekl\u00e4rt w\u00e4re, ob in beiden Verwendungszwecken, da das konkrete Individuum ja etwas ist und sein Wesen etwas anderes, die beiden Verwendungszwecke mit zwei verschiedenen Verm\u00f6gen zu erfassen sind, wobei jede der beiden f\u00fcr sich zu erfassen w\u00e4re, oder aber mit einem einzigen Verm\u00f6gen, dann jedoch in zwei verschiedenen Zust\u00e4nden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: <\/em>Was aber nur f\u00fcr dich gilt, da du mit dem <em>Intellekt<\/em> das Wesen und die Form der Sache erfasst, und mit dem <em>Sinn<\/em> das Individuum jenes Wesens. Zu diesem Unfug neigt bekanntlich nicht jedes Ende der Nahrungskette.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Nun, daf\u00fcr ist mir wenigstens aufgefallen, dass das konkrete Individuum etwas ist und sein Wesen etwas anderes. Ist dir eigentlich aufgefallen, dass jenes Ende der Nahrungskette, von dem du vermutlich sprachst, wenigstens in einem Punkt einer Meinung ist, da alle dessen Exemplare ausnahmslos davon ausgehen, die Kr\u00f6nung der Sch\u00f6pfung zu sein, und dies unabh\u00e4ngig davon, ob sie von einer vorhandenen \u00a0Letztbegr\u00fcndung ausgehen oder eine solche in Abrede stellen?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Nicht nur das. Es ist mir zudem aufgefallen, dass alle Exemplare dieses Endes der Nahrungskette in diesem Punkt sich einig sind, obschon die einen davon ausgehen, dass dieses Ergebnis durch <em>Zufall<\/em> entstanden sei, und die anderen vom Vorhandensein einer <em>Determinierung<\/em>. So gegens\u00e4tzlich ihre Ansichten auch sein m\u00f6gen, in dem einen Punkt sind sich seltsamerweise alle Exemplare ausnahmslos einig. Da ist es gut, dass wir beide erfreulicherweise nur Trolle geworden sind, die zu nichts taugen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Du vergisst ein altes Lied. Dort wird gesagt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Haltur ri<\/em><em>\u00f0<\/em><em>ur hrossi,<br \/>\nhj\u00f6rd rekur handarvanur,<br \/>\ndaufur vegur og dugir,<br \/>\nblindur et betri<br \/>\nen brenndur s\u00e9,<br \/>\nn\u00fdtur manngi n\u00e1s.\u201c <sup>1<\/sup>)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tilvera: \u201e<\/em>Kenne ich. Es \u00fcberliefert Wissen, erz\u00e4hlt davon, dass der Hinkende reiten k\u00f6nne, der Handlose h\u00fcten, und der Taube noch zum Kampf tauge.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00d3nytjungur: \u201e<\/em>Und dass blind sein besser sei als verbrannt werden, denn der Tote tauge zu nichts.\u201c<\/p>\n<pre><em>1) entnommen aus \u201eH\u00e1vam\u00e1l og V\u00f6lusp\u00e1\u201c, G\u00edsli Sigur\u00f0sson, SVART \u00c1 HV\u00cdTU, Reykjavik 1986, S. 27<\/em><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d3nytjungur: \u201eIst die Annahme Unsinn, dass sich Lebendes von Lebendem ern\u00e4hre?\u201c Tilvera: \u201eEs stellte sich die Frage, was Lebendes sei, und was nicht.\u201c \u00d3nytjungur: \u201eSagen wir, die F\u00e4higkeit, sich selbst zu erhalten und zu reproduzieren.\u201c Tilvera: \u201eDemnach Bakterien, Archaeen,\u00a0Pilze,\u00a0Pflanzen, Tiere\u00a0und\u00a0Menschen. 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